
Neue Kunden gewinnen, wenn Werbung nicht mehr wirkt
Sie tun eigentlich alles richtig: Sie schalten Anzeigen, verschicken Newsletter, sind auf den Kanälen präsent, auf die alle setzen. Und trotzdem kommen immer weniger Anfragen an. Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, sind Sie nicht allein, und das Problem liegt selten an Ihrem Angebot. Es liegt daran, dass die Kanäle überfüllt sind.
Warum klassische Werbung an Wirkung verliert
Drei Entwicklungen treffen gerade zusammen:
- Die Postfächer sind voll. Der durchschnittliche Entscheider bekommt mehr Mails, als er lesen kann. Ihre Botschaft konkurriert mit hunderten anderen, und verliert, egal wie gut sie ist.
- Werbung wird teurer, nicht wirksamer. Klick- und Anzeigenpreise steigen Jahr für Jahr. Sie zahlen mehr für dieselbe Aufmerksamkeit. Am Ende gewinnt, wer das größte Budget hat, nicht das beste Angebot.
- Alle sehen gleich aus. Dieselben Kanäle, dieselben Formate, dieselben Sätze. Ohne etwas, das heraussticht, bleibt selbst ein starkes Angebot unsichtbar.
Der Denkfehler: mehr vom Gleichen
Die übliche Reaktion auf sinkende Wirkung ist, das Budget zu erhöhen: noch eine E-Mail-Strecke, noch eine Kampagne, noch ein Kanal. Doch mehr Lautstärke auf einem Marktplatz, auf dem ohnehin alle schreien, ändert wenig. Die Frage ist nicht „Wie werde ich lauter?“, sondern „Wo höre ich auf, um denselben Platz zu kämpfen wie alle anderen?”
Was heute noch funktioniert
Der wirksamste Hebel ist oft der Kanal, den die Konkurrenz übersehen hat. Während sich alle um Klicks und Postfächer drängen, ist ein Kanal fast leer geworden: der Briefkasten. Ein personalisiertes Print-Mailing landet auf dem Schreibtisch, wird in die Hand genommen und bleibt liegen, gerade weil kaum noch jemand echte Post verschickt. Und dieser Kanal wird wahrgenommen: 87 % der werbeoffenen Empfänger schauen sich eine Werbesendung an, Werbebriefe erreichen 62 % der Haushalte. (Quelle: Deutsche Post Dialogmarketing-Monitor)
Drei Ansätze, die sich in der Praxis bewähren:
- Den übersehenen Kanal nutzen. Ein physisches, persönliches Mailing erreicht Menschen, die auf Mail und Anzeige längst nicht mehr reagieren. Warum das wirkt, lesen Sie hier.
- Bestehende Kontakte aktivieren, statt nur neue zu jagen. Ihre inaktiven Kunden kennen Sie schon, sie brauchen nur einen Anlass zurückzukommen.
- Persönlich werden, wo andere automatisieren. Je generischer Werbung wird, desto stärker wirkt echte Persönlichkeit, bis hin zum handschriftlich adressierten Brief.
Und wenn ich gar keine passenden Adressen habe?
Kein Hindernis. Ob Sie schon einen Adressbestand haben oder bei null anfangen, die Datengrundlage lässt sich aufbauen und aufbereiten. Mehr dazu unter „Daten & Adressen“.
Fazit
Wenn Werbung nicht mehr wirkt, liegt die Chance meist dort, wo die Konkurrenz nicht mehr hinschaut. Ein durchdachtes, personalisiertes Mailing ist kein Rückschritt. Es ist der frische Kanal, der heute wieder Aufmerksamkeit erzeugt und sich über QR-Codes messen lässt.
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